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Einflussfaktor Lebensstil: dauerhaft Erkranken leicht gemacht.

Zivilisationserkrankungen steigen mit dem Alter und erhöhen das Risiko schwerer COVID -19-Verläufe deutlich - Wie können wir unser Krankheitsrisiko senken? Und was hat das mit Betrieblichen Gesundheitsmanagement zu tun?

Alles hängt zusammen: Unser Lebensstil hat Einfluss auf unsere Lebensqualität- und auch auf unser Krankheitsrisiko.
 

Die aktuelle Publikation einer Metaanalyse von Nyberg et al. (2020) untersucht den Einfluss unseres Lebensstils auf die Entstehung von chronischen Erkrankungen. Insbesondere wurde untersucht, wie viele gesunde Lebensjahre im Alter zwischen 40 und 75 durch einen Lebensstil gewonnen werden können, der Gesundheit fördert. 

Die dabei betrachteten Erkrankungen waren Typ 2-Diabetes, koronare Herzerkrankungen, Schlaganfall, Krebs, Asthma und Chronische Lungenerkrankung (COPD). Die bewerteten Lebensstilfaktoren bestanden aus vier wichtigen Einflussgrößen auf die Gesundheit: Rauchen, BMI (Body Mass Index = Richtwert zur Bewertung des Körpergewichts eines Menschen in Relation zu seiner Körpergröße), körperliche Aktivität und Alkoholkonsum. 

 

Bewusster Lebensstil = bessere Lebensqualität? 

Im Vergleich der Personen mit den wenigsten und meisten Risikofaktoren hatten Männer bis 9,9 zusätzliche Lebensjahre ohne Erkrankungen. Bei Frauen waren es bis 9,4 Jahre. Die Lebensstile der Studienteilnehmer, die mit der größten Anzahl gesunder Jahre korrelierten, zeichneten sich durch folgende Merkmale aus: 

Einen BMI < 25 in Kombination mit mindestens zwei der folgenden Faktoren: Nie rauchen - körperlich aktiv sein - moderater Alkoholkonsum. 

Alter und Vorerkrankungen können das Risiko eines schweren COVID – 19 Krankheitsverlaufs erhöhen. Lesen Sie hier wie weit chronische Erkrankungen in Deutschland verbreitet sind: darum besteht Handlungsbedarf! 

 

Aha - Moment: schon die Veränderung eines Lebensstilfaktors lässt die gesunden Jahre signifikant steigen: ein faszinierendes Ergebnis, wie wirkmächtig allein regelmäßige körperliche Bewegung erscheint. Damit ist im Ergebnis auch das Vermeiden von COVID-19- Infektionen und/oder von schweren Verläufen möglich. Wer den größten Effekt erzielen will, sollte auf eine gut abgestimmte Kombination von Bewegung, bewusster Ernährung, viel Schlaf, weniger Stress und Sonne tanken (Vitamin D) setzen - das stärkt unser Immunsystem!

 

Wo kann Gesundheitsförderung und Prävention ansetzen? 

Berufstätige Erwachsene verbringen mehr als die Hälfte der wachen Zeit auf dem Weg zur, bei oder mit der Arbeit. Diesen Bereich aus der Betrachtung für einen gesunden Lebensstil auszuklammern ist schon aus diesem Grunde nicht zielführend. Mit Scayan kommen die Gesundheitsaktivitäten nicht „on top of life“ – also zusätzlich ins Leben – sondern „into life“: werden ins Leben und das was ich ohnehin schon tue, alltagstauglich integriert! 

Der richtige Zeitpunkt: ist immer! 

In der aktuellen Zeit sind es gerade auch die Unternehmen, die durch gesunde und leistungsfähige Arbeitnehmer florieren - wie uns COVID-19 auf eindrückliche Weise vor Augen geführt hat. 

Und unabhängig von Corona – jetzt den Hebel umlegen – egal in welchem Alter – ist es nie zu spät, um von einem gesundheitsfördernden Lebensstil zu profitieren und um mehr gesunde, leistungsfähige Lebensjahre mit hoher Lebensqualität zu genießen. 

Vor diesem Hintergrund ist vielleicht gerade jetzt der richtige Zeitpunkt, um die Einführung eines ganzheitlichen und wirkungsorientierten betrieblichen Gesundheitsmanagements zu beginnen – oder bereits bestehende Ansätze zu systematisieren und auf das nächste Level zu bringen. Somit können die Grundressourcen der einzelnen Mitarbeiter gestärkt und in Summe für das Unternehmen auf ein höheres Niveau gebracht werden! 

Quelle: 

Nyberg ST, Singh-Manoux A, Pentti J, et al. (2020). Association of Healthy Lifestyle With Years Lived Without Major Chronic Diseases. JAMA Intern Med. 2020;180(5):760–768. Verfügbar auf: https://jamanetwork.com/journals/jamainternalmedicine/fullarticle/2763720utm_campaign=articlePDF&utm_medium=articlePDFlink&utm_source=articlePDF&utm_content=jamainternmed.2020.0618